Zuletzt geändert: 06. 09. 2010 (Konkordanzen), 06. 09. 2010 (Scripts)
Manuskripte für Barocklaute
Ein Verzeichnis von Peter Steur

Über dieses Projekt
(Beschreibung der Manuskripte)

Bevor ich mit dieser Datenbank begann, hatte ich nur für einige wenige Manuskripte ein Inhaltsverzeichnis erstellt, und eine ganze Reihe von Konkordanzen lag ungeordnet vor. Als Markus Lutz mir seine Zusammenstellung der Werke von Weiss mit Konkordanzen zusandte und mich bat, die Konkordanzen zu überprüfen, war das für mich die Initialzündung dafür, die bei mir umher liegenden Informationen zu systematisieren. Ausgangspunkt waren für mich die von Markus zusammengestellten Konkordanzen, und ich habe das Projekt auf die Handschriften ausgeweitet, die keine Musik von Weiss enthielten. Zunächst ging ich Manuskriptweise vor: Für jedes Manuskript in meinem Besitz erstellte ich ein Inhaltsverzeichnis mit den jeweiligen Tonarten. Wo vorhanden, folgte ich der Zählung der Manuskriptseiten, während ich bei den anderen Handschriften eine eigene Nummerierung ad hoc erstellte. Die Konkordanzen, die nicht von Markus zusammengestellt wurden, stammen aus folgenden Quellen:
a) Aus den Aufstellungen in den Editionen der CLF Editionen der Werke von V.Gaultier, Mesangeau und Dufault.
b) Aus handschriftlichen Anmerkungen von F.-P. Goy, in den Mss, die ich von ihm im Tausch erhielt.
c) Außerdem schloss ich Informationen von Ekkehard Schulze-Kurz ('Die Laute und ihre Stimmungen', Tre Fontane, 1990) ein von einigen Manuskripten, die ich (noch) nicht besitze.
d) Von der Online-Version des Kataloges von Meyer (Univ. Straßburg).
e) Auflistungen von Tim Crawford, vor allem für folgende Manuskripte: Mss Danby, Wn396, GoëssI und GoëssII.
f) Meinen eigenen Entdeckungen, von denen manche erst bei Erstellung dieser Datenbank zutage traten.

Der Gebrauch des Kataloges von Meyer war oft sehr mühsam, insbesondere bei Manuskripten mit vielen anonymen Stücken, weil in der Online-Version die Einträge nur nummeriert sind ohne Bezug zu den Seitenzahlen. Ein Beispiel dafür ist Leipzig II.6.24, wo ich Meyers Nummerierung mit dem Inhaltsverzeichnis verglich um die korrespondierenden Stücke zu finden. In der Datenbank sind Meyers Nummern den Konkordanzen in Klammern beigefügt. Oft ergaben sich (kleine) Sprünge in der Nummerierung.

Da die Datenbank ursprünglich für den Hausgebrauch erstellt wurde, hatte ich (noch) kein Interesse daran, die Konkordanzen der verschiedenen Quellen zu harmonisieren. Zum Beispiel stehen "Reynaud" und "F-Aix" noch nebeneinander. Außerdem wurden zur Vereinfachung einige der Manuskripte ad hoc abgekürzt. Zur Zeit enthält die Datenbank Einträge von mehr als 170 Manuskripten, die wohl nicht immer vollständig sind, weil sie von anderen Quellen stammen.

Diese "Ungereimtheiten" möchte ich mit der Zeit beseitigen und die Quellen mit ihren genauen Bezeichnungen systematisch ordnen. Ebenfalls sollen die Kammermusik-Werke mit Laute später hinzugefügt werden.

Zu meiner Person

Ich bin ein Niederländer, der seit 1986 in Italien lebt und arbeitet (im Bereich der Metrologie, die sich um die Erhaltung der nationalen Maßeinheiten wie Meter und Kilogramm kümmert). Im Alter von 32-33 lernte ich das Barocklautespiel in den Niederlanden durch Unterricht bei Margriet Verzijl-Harperink. Dort kam ich auch in Kontakt mit einigen (professionellen) niederländischen Lautenspielern, die mich freundlicherweise mit ersten Kopien von Manuskripten versorgten. Die Sammlung erweiterte sich durch Ausdrucke von Mikrofilmen, die bei jemandem herumlagen. Danach wuchs meine Sammlung von Manuskripten langsam aber stetig an durch den Tausch mit anderen, in Europa und außerhalb. Während meiner ersten Jahre in Italien hatte ich die Gelegenheit einige zusätzliche Stunden bei Jakob Lindberg zu nehmen, was aber durch seinen Umzug nach London und später in seine Heimat Schweden aufhörte.

Peter Steur


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